Bündner Nusstorte: Eine Schweizer Mürbeteig Spezialität mit Nuss & Honig Füllung

2019-03-24-18-49-215268570718540961345.jpgMeine Großmutter, die wir in typisch Bündner Art “Nani” nennen, liebt Bündner Nusstorte. Dies, gepaart mit ein paar anderen Bündner Gerichten, ist wohl einer der letzten verbliebenen Indikatoren dafür, dass unsere Familie ursprünglich aus den Schweize Alpen, oder besser gesagt aus dem Kanton Graubünden stammt – der Dialekt ist, zu meinem grossen Bedauern, leider verloren gegangen. Zum 83. Geburtstag meines wunderbaren Nanis habe ich also versucht, ihren Lieblingskuchen nachzubacken – und das mit einigem Erfolg!

Zutaten:

Mürbeteig
300g Mehl
180g Butter (kalt, in Stücken)
125g Zucker
1 Ei (bio, groß)
Prise Salz
1-2 Esslöffel Wasser

Füllung
250g Zucker
2-3 Esslöffel Honig
300g Walnüsse, grob gehackt
2,5 dl Vollrahm
4 Esslöffel Wasser

Zubereitung:
Mehl, Zucker und Salz mischen. Die Butter von Hand in Stücke schneiden und von Hand unterrühren, es sollte eine krümelige Masse ergeben. Das Ei hinzufügen und alles zu einem gleichmäßigen Teig vermengen, nicht zu viel kneten. Den Teig für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Zwei Drittel des Teigs auf eine Dicke von 3 mm ausrollen und eine ausgebutterte Springform (ca. 25 cm Durchmesser) damit auslegen, so dass der Teig am Rand ca. 4 cm hoch steht. Den Teigboden mit einer Gabel einstechen und wieder in den Kühlschrank stellen.

Für die Füllung Zucker und Wasser in einer großen Pfanne ohne Rühren zum Kochen bringen. Hitze reduzieren, die Mischung köcheln lassen, bis sich ein hellbraunes Karamell bildet. Der Karamellisierungsprozess kann etwas zeitaufwendig und frustrierend sein, also gib nicht auf!
Wenn das Karamell gebildet ist, die Pfanne vom Herd nehmen und die Nüsse dazugeben. Dann die Sahne und den Honig zugeben, alles zu einer dicken Mischung vermengen. Noch 2-3 Minuten köcheln lassen, dann vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Den Ofen auf 180° (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Die Füllung auf den Teigboden verteilen. Den restlichen Teig auswallen und einen runden Deckel für den Kuchen ausschneiden. Den Deckel auf die Füllung legen. Den Teigrand herunterklappen und andrücken. Die Kanten mit einer Gabel zur Dekoration einritzen.
Für zusätzliche Dekoration können Herze (oder andere Formen) aus dem Rest des Teigs ausgeschnitten und auf den Kuchen gelegt werden. Die Oberseite des Kuchens sporadisch einstechen.
Den Kuchen 50-55 Minuten lang backen, bis er leicht goldbraun ist, dann vollständig auskühlen lassen – und genießen!

Tipp: Der Kuchen wird besser, wenn man ihn über Nacht ruhen lässt und – wenn man ihn mit Folie bedeckt und im Kühlschrank aufbewahrt – hat er eine Haltbarkeit von bis zu 3 Wochen.

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